Die meisten Österreicher putzen ihren Haushalt selbst. Frauen putzen laut einer Umfrage* 12,6 Stunden pro Woche im Haushalt, Männer 7,3 Stunden. Ziel allen Putzens: Sauberkeit! Doch wie putzt man gründlich und nachhaltig? Und wie kommt Spaß ins öde Putzprogramm?

Von oben nach unten putzen!

Geputzt wird von oben nach unten. Am besten wischt man zuerst den Staub der Oberflächen mit einem feuchten Mikrofasertuch ab. Dabei nur in eine Richtung wischen, andernfalls verteilt man den Staub. Dann kommt der Staubsauger auf Polstern und Böden zum Zug. Harte Böden wischt man zum Schluss erst feucht, dann trocken.

Spezialprogramm für Bad und Küche

Bei der Reinigung im Bad sollte man nicht mit Wasser sparen, dabei würde man nur unnötig Keime verteilen. Und wer Fliesen zu trocken wischt, riskiert, dass sich Schmutz in den Fugen festsetzt. Zum Putzen von Armaturen, Ablagen & Co. bitte nicht den Lappen benutzen, mit dem man auch das WC reinigt! Um hässlicher Kalkspuren Herr zu werden, sollte man Kratzbürsten oder -schwämme meiden: Auf Dauer hinterlassen sie Spuren. Das bessere Putzzeug: Mikrofaser. Gegen Kalk hilft das Hausmittel Essig prima, Chemiekeulen sind meist unnötig. Bei Duschwänden und Fliesen hat es sich bewährt, sie sofort nach dem Duschen abzuziehen und abzutrocknen. Auch Schimmel hat dort so kaum eine Chance.

In der Küche sollte unbedingt mit warmem Wasser geputzt werden, anders kommt man gegen den dort üblichen Fettschmutz nicht an. Wer sich angewöhnt, Arbeitsflächen und Armaturen nach jedem Nutzen mit einem umweltfreundlichen Allzweckreiniger oder mit Essigwasser (hilft gegen Kalk) und Backpulver (hilft gegen Fett) abzuwischen und anschließend gründlich zu trocknen, spart Putzaufwand und schont die Umwelt.

Nachhaltig putzen

Hausputz und Wäsche dürfen nicht zu Lasten von Gesundheit und Umwelt gehen. Viele Reiniger und Waschmittel reizen die Haut (beim Putzen oder als Rückstand in der Wäsche) und gelangen außerdem über das Abwasser in die Umwelt, der sie nachhaltig schaden. Es kommt auf die Dosis des Putz- und Waschmittels an, wobei gilt: Umweltfreundliche Reiniger sind zu bevorzugen und Herstellerempfehlungen zu befolgen.

Wasserhärte beeinflusst Putzaufwand und Nachhaltigkeit

Auch die Qualität des Wassers nimmt Einfluss auf's Putzen. Wasser kann härter (kalkreicher) oder weicher (kalkärmer) sein. Hartes Wasser hinterlässt Kalkspuren auf Fliesen und Armaturen, führt zur Verkalkung von Waschmaschine & Co. (verkürzt die Lebenszeit) und erhöht zudem den Verbrauch von Putz- und Waschmitteln. Deshalb sollte man schon beim Einzug erfragen, welchen Härtegrad das Wasser im neuen Eigenheim hat und Wasch- und Putzmittel demgemäß dosieren. 

Putzen als Workout

Lästiges Putzen lässt sich prima als Fitnessprogramm nutzen. Anregungen für ein Ganzkörpertraining, das man mit den üblichen Putzbewegungen absolvieren kann, gibt’s beispielsweise hier: http://www.fitforfun.de/abnehmen/schlank-ohne-sport/putz-dich-fit-bei-der-hausarbeit-die-pfunde-purzeln-lassen_aid_14269.html.

*Quelle: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20141013_OTS0064/aktuelle-studie-bei-85-prozent-der-maenner-und-frauen-laeuft-der-hausputz-harmonisch-ab-bild