Das Badezimmer ist ein Ort, an dem wir jeden Tag Zeit verbringen. Er ist Waschraum, Schminksalon und Mini-Spa zugleich. Wer ein neues Badezimmer plant, kann über wichtige Elemente wie Raumgröße, Fenster, Belüftung, Heizung und Barrierefreiheit selbst entscheiden. Beim Renovieren eines bereits bestehenden Bades ist mehr Flexibilität gefragt. Vorab sollte ein Fachmann abklären, ob alte Leitungen ausgetauscht werden müssen, und ob die Wasserversorgung mit den neuen Installationen mithalten kann.

In beiden Fällen gilt: Der Gang zum Profi kann einem viel Ärger ersparen. Vorausschauendes Denken und Planen sind gute Wegbegleiter. Und: Der Einbau von hochwertigen, langlebige Materialien macht sich langfristig bezahlt. Die wichtigste Anforderung an jedes Badezimmer: Es soll funktional und benutzerfreundlich sein. Das fängt bei den passenden Formen und Größen von Waschbecken, Badewanne, Duschkabine, Duschkopf, WC und Armaturen an. Aber auch kleine Details können eine große Wirkung haben, etwa Duschköpfe mit einstellbarem Strahl oder digitale Steuerungselemente für Badewanne und Dusche.

Fensterlose Bäder brauchen besondere Aufmerksamkeit

Eine häufige Herausforderung sind fensterlose Räume. Um Schimmel zu vermeiden, sind eine gute Belüftung durch einen eingebauten Ventilator und eine ausreichend hohe Raumtemperatur wichtig. Es macht Sinn, sich den Wärmebedarf vorab berechnen zu lassen, um einen passenden Heizkörper zu wählen.

Handtuchtrockner bewahren nicht nur vor feuchten Handtüchern, sondern sind gleichzeitig platzsparend und sorgen für zusätzliche Wärme. Helle Fliesen, große Spiegelflächen, Lichtpaneele, Deckenstrahler oder hinterleuchtete Milchglasscheiben hellen einen fensterlosen Raum optisch auf.

So wirkt ein kleines Bad geräumig und gemütlich

Ein kleines Badezimmer lässt sich ebenfalls mit einigen Tricks erfolgreich einrichten beziehungsweise renovieren. Auch hier schafft genügend Licht, zum Beispiel in Form von Deckenspots, optisch mehr Weite. Einen geräumigen Eindruck vermitteln außerdem ein durchgefliester Raum, eine offene Dusche, längs gestellte Möbel und helle, warme Farben.

An der Wand angebrachte Sanitärobjekte wie WC oder Spülung sowie Wandregale sind optimal. Wandmontierte Armaturen mit Unterputz-Einbaukörper und drehbare Brausearme in der Dusche sparen Platz. Für genügend Stauraum sorgen ein Waschbeckenschrank, ein Wandspiegel mit eingebautem Regal und clever genutzte Ecken und Nischen.

Das Badezimmer auf die eigenen Bedürfnisse abstimmen

Die Gestaltung des Badezimmers hängt maßgeblich davon ab, wer es nutzt. Praktische Details in von Kindern benutzten Bädern sind etwa eine geräumige Badewanne oder eine Dusche mit höhenverstellbarer Brausehalterung. Weil die Haut von Kindern dünn und sensibel ist, sorgt ein Thermostat in den Armaturen für eine konstante Wassertemperatur und schützt vor zu heißem Duschwasser.

Auch Armaturen mit eingebautem Kühlkanal, der die Oberfläche nicht zu heiß werden lässt, bewahren vor Verbrennungen. Dasselbe gilt für die Sicherheit in Mehrgenerationenbädern oder Badezimmern für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung. Außerdem: eine ausreichende Türbreite sowie eine nach außen öffnende Tür, genügend Bewegungsfreiheit, Haltegriffe an tragfähigen Wänden, bodengleiche Duschen mit rutschfestem Untergrund und einer integrierten Sitzgelegenheit.

Design und Accessoires sorgen für Atmosphäre

Damit die tägliche Routine zur erholsamen Wellness-Auszeit wird, sollte man dem Design des Badezimmers ebenfalls ausreichend Aufmerksamkeit widmen. Pastelltöne und Naturmaterialien sorgen für eine heimelige und zugleich stilvolle Atmosphäre. Besonders edel wirken eingeölte Holzböden und rutschfester, wasserabweisender, imprägnierter Naturstein. Pflanzen, kuschelige Handtücher und ausgewählte Accessoires vervollständigen das Wohlfühlbad.