Draußen ist es kalt. Der Tag war hektisch. Man kommt nach Hause und wünscht sich nur noch Ruhe und Gemütlichkeit – am besten vor dem Kamin. Ein Kamin schafft ein unvergleichliches Gefühl von besonderer Heimeligkeit und Geborgenheit. Kaminöfen sind nicht einfach nur zum Heizen da, sondern stehen vor allem für Wohlbefinden. Die Wärme eines Kamins wird von vielen Menschen als angenehmer empfunden als die übliche Heizungswärme bzw. Heizungsluft. Zudem ist das Feuer meist schnell entfacht und man kann entspannt vor dem Kamin den Tag ausklingen lassen.

In den vergangenen Jahren erlebte der Kamin eine wahre Renaissance. Dabei entwickelte er sich sowohl in ästhetischer als auch in funktionaler Hinsicht enorm weiter. Heute kann man wählen zwischen unterschiedlichsten Typen und Stilrichtungen. Auch die Produktionstechniken sind ausgereifter denn je. Die Designer genießen absolute gestalterische Freiheit, während die Hersteller die technischen Aspekte der Holz-, Gas- und Elektro-Kamine ständig perfektionieren. Man kann sagen: es gibt mittlerweile praktisch für jeden Anspruch einen passenden Kamin.

 

Wir haben Johanna Part und Mario Kohl, zwei stolze Besitzer eines Kamins, zum „Kamingespräch“ gebeten, um uns ihre Erfahrungen rund um die wärmende Feuerstelle zu erläutern.

 

 

 

Wieso habt ihr euch für einen Kamin entschieden?

Mario: Es war sowohl eine Stilfrage als auch eine funktionelle Entscheidung. Wir haben einen kleinen Umbau in unserem Haus vollzogen, an den bestehenden Hausbereich einen neuen Teil angebaut. Dort wollten wir einen Kamin haben. Zudem gibt es sehr viel Holz hier im Waldviertel. Der Kamin ist praktisch und sieht sehr gut aus.

Johanna: Der Kamin schafft automatisch eine gemütliche Atmosphäre.

Es gibt nichts Schöneres als an einem regnerischen, grauen Tag das knisternde Feuer zu beobachten. Der Kamin ist direkt in die Wand integriert. Man sieht also nur die Glastür. Das Feuer lodert sozusagen in der Wand. Und obwohl sich der Kamin in einem Vorraum befindet, nutzen wir den Bereich auch als Wohnzimmer.

Kann man sich das so vorstellen: ihr geht in den Wald und sammelt Holz zum Heizen?

Mario: Ja, fast ist das so. Mein Vater besitzt hier in der Nähe ein paar Hektar Wald. Da schneiden wir Bäume und verarbeiten sie dann zu Brennholz.

Gibt es bestimmte Holzarten, die sich besser oder schlechter zum Heizen eignen?

Mario: Idealerweise sollte Birkenholz zum Heizen mit dem Kamin verwendet werden. Birkenholz ist eher hart und springt nicht so stark wie andere Hölzer. Das heißt: es verhindert beschlagene, verrußte Scheiben. Schwarzer Ruß an der Sichtscheibe des Kamins sieht nicht nur ungepflegt aus, sondern verhindert auch den Blick auf die schöne Glut und das Feuer. Leider haben wir aber nicht so viele Birken hier im Waldviertel, deshalb tauschen wir oft Buchen- oder Weidenholz gegen Birkenholz ein.

Lassen sich mit einen Kamin Heizkosten sparen?

Johanna: Anfangs ist die Investition durchaus teuer. Ein schöner Kamin kostet doch einiges. Langfristig gesehen spielt sich der hohe Betrag aber wieder ein, weil der Kamin sehr effizient arbeitet. Mit der Wärme unseres Kamins heizen wir drei Räume ein.

Was waren die Kriterien für die Auswahl eures Kamins?

Mario: Das ausschlaggebende Kriterium war, dass er platzsparend ist. Bei unserem Modell ist der Ofen in den Kamin integriert. Der zweite Aspekt war der optische Faktor. Unser Kamin sieht einfach sehr gut aus.

Johanna: Wenn es draußen regnet und kalt ist, verströmt dieses offene Feuer hinter dem Glas eine ausgesprochen behagliche Stimmung. Wir haben hier große Fenster, da ist der atmosphärische Effekt besonders schön.

Wie oft benützt ihr den Kamin? 

Johanna: In der kalten Jahreszeit benützen wir den Kamin im Grunde immer. Er ist sehr leicht zu bedienen und es wird rasch kuschelig warm. Wir haben auch einen Kachelofen, der ist aber weit schwieriger zu bedienen.

Mario: Der Vorteil des Kamins ist im Gegensatz zur Gasheizung, dass er sehr schnell Wärme erzeugt. Die Gasheizung braucht da viel länger. Zudem heizt der Kamin auch die anliegenden Wände auf, was ebenfalls Wärme abstrahlen lässt.

Man kann also sagen, dass der Kamin grundsätzlich eine gute Investition ist?

Johanna: Die finanzielle Investition ist auf jeden Fall ihr Geld wert. Man spart in den Übergangszeiten sogar an Heizkosten. Der größte Vorteil ist für uns jedoch die gemütliche Stimmung und die Wärme, die unser Kamin ausstrahlt. Ein kleiner Nachteil ist vielleicht die staubige Asche und die Holzlagerung. Da muss man halt öfter Staubsaugen. Im Wesentlichen überwiegt aber deutlich das Positive und wir genießen den Kamin sehr.