Der Strom kommt zwar nach wie vor einfach aus der Steckdose, bei immer mehr Menschen dank Photovoltaik (PV) aber sogar vom eigenen Hausdach. Eine solche Anlage verspricht Umweltfreundlichkeit, Ressourceneffizienz und Energieunabhängigkeit. Herkömmlichen Systemen sind aber natürliche Grenzen gesetzt: Die meiste Energie produzieren PV-Anlagen vor allem in den Mittag- und Nachmittagsstunden.

Der größte Anteil der 10 bis 15 Kilowattstunden Strom, die ein Haushalt verbraucht, werden aber vor allem morgens und abends benötigt. Der Strom, der nicht selbst verwendet werden kann, wird in das Netz der Energieversorger eingespeist. Mit dem Sinken der Fördertarife sinkt aber zugleich die Rentabilität der Anlagen.

Von PV-Anlagen zum Energieversorgungssystem

Neuartige Energie-Management-Systeme versprechen hier Abhilfe, indem sie das Eigenheim zum Smart Home verwandeln. Dank dieser lassen sich mehr als achtzig Prozent des selbst hergestellten Stroms auch selbst nutzen. Ein so hoher Eigennutzungsgrad garantiert, dass sich Investitionen schnell bezahlt machen und Anschaffungskosten rasch von den eingesparten Stromkosten aufgefangen werden.

Kernstück eines solchen Systems sind nach wie vor Solarzellen. Sie ermöglichen die Produktion von Strom aus Sonnenenergie, schaffen Energieunabhängigkeit basierend auf einer erneuerbaren Energiequelle und senken die Energiekosten langfristig. Entscheidende Erweiterung zu diesen sind Solarbatterien: Dank dieser ist Strom rund um die Uhr verfügbar.

Die Nutzung des selbstproduzierten Stroms lässt sich damit fast verdoppeln. Die Batterie gibt den Strom dann ab, wenn die PV-Anlage tageszeit- oder witterungsbedingt nicht genug produziert. Viele Modelle verfügen zudem über eine Notstromfunktion.

„Smart“ durch Vernetzung

Damit die einzelnen Komponenten „smart“ miteinander interagieren können, braucht es die richtige Verzahnung. Diese übernimmt ein spezielles Home-Management-System. Die Steuerung ist denkbar einfach und erfolgt per Fernbedienung und Smartphone. Der neue Trend heißt Sprachsteuerung. Besonders hoch im Kurs steht dabei die Integration in bereits existierende, sprachbasierte Alltagshelfer großer Anbieter.

Mit einer simplen Ansage wie: „Ich geh jetzt weg“ oder „Licht aus, Schlafenszeit!“ können so per Befehl Schaltstellen getriggert werden, die gleich mehrere Geräte aus-, aber z.B. die Alarmanlage einschalten. Mit den richtigen Sensoren, kann sich so ein System sogar selbst steuern und selbsttätig Lichter anmachen oder Jalousien herunterlassen.

Auch die Integration vom E-Mobilität ist dank solcher Steuerungssysteme kein Problem: Die im Haushalt nicht benötigte Sonnenenergie wird dann dazu genutzt, die Batterien von Elektroauto oder E-Bike zu laden. Oder lässt sich dank Home-Management-System ganz einfach an eine Wärmepumpe umleiten. Die sorgt dann wiederum dafür, dass es schon kuschelig warm ist, wenn man nach Hause kommt.

Lösungen aus einer Hand

Den meisten KundInnen fehlt aber das entsprechende Know-how, um eine solche Anlage selbst zu dimensionieren, zu planen und zu installieren. Gerade klassische Stromerzeuger haben hier die Zeichen der Zeit erkannt. Sie werden vermehrt zu Energiedienstleistern, die in diesem Fall aber keinen Strom liefern, sondern das gesamte Energie-Management-System.

KundInnen erhalten damit eine Komplettlösung aus einer Hand und die Schlüssel zu einer energieunabhängigen und ressourcenschonenden Zukunft.