Der Einsatz von Automatisierungstechnik ist im Wohnbereich attraktiv geworden und unter dem Begriff „Smart Home“ allgegenwärtig. Neben Effizienzüberlegungen spielt vor allem gesteigerter Komfort eine wichtige Rolle. Auch kann älteren Menschen längeres selbstbestimmtes Verbleiben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden. Dieser Aspekt wird aufgrund stetig steigender Lebenserwartung zukünftig immer wichtiger.

Die BenutzerInnen sind in der Praxis damit konfrontiert, die Systeme manuell an geänderte Komfort- und Nutzungsgewohnheiten anpassen zu müssen, um so einen optimierten Betrieb sicherzustellen. Diese Eingriffe sind jedoch, nicht zuletzt aufgrund unterschiedlicher Systeme und eines Übermaßes an verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten selbst für technikbegeisterte BenutzerInnen nur schwer durchzuführen. Vielfach werden daher Standardkonfigurationen eingesetzt.

Optimierungspotenzial

Aktuelle Smart-Home-Systeme erreichen selten einen energieverbrauchsoptimalen Betrieb des Gebäudes, da Einflussfaktoren, wie Gebäudephysik und -struktur oder externe Gegebenheiten (Witterungsbedingungen), unberücksichtigt bleiben. In den meisten Fällen gelingt es nicht, das vorhandene Energiesparpotenzial des Gebäudes vollständig auszuschöpfen und den Betrieb des Gebäudes ganzheitlich zu optimieren.

Hier sind Forschung und Entwicklung gefragt, neue Ansätze beispielsweise aus der künstlichen Intelligenz aufzugreifen, um unsere Smart Homes lernfähig zu gestalten und Wissen über seine Benutzer, das Gebäude und eine Vielzahl weiterer Parameter zur Optimierung verschiedener Automatisierungsaufgaben zu nutzen. Diese Ansätze müssen jedenfalls Datenschutz-Aspekte berücksichtigen und auf sicheren Systemarchitekturen beruhen.