Gartengestaltung beginnt am Boden

Egal ob Rasen, Stein oder Holz: Am Anfang der gelungenen Gartengestaltung steht der Boden. Er ist Ausgangspunkt für das Designkonzept und muss nicht nur ansehnlich, sondern vor allem auch praktisch und pflegeleicht sein. Als Klassiker gilt immer noch der Rasen. Gras lädt zum Herumtollen oder in der Sonne liegen ein, ist aber nicht immer ganz pflegeleicht. Neben regelmäßigem Mähen und Wässern, stehen auch Unkraut jäten und vertikutieren auf dem Programm.

Vor allem nach dem Winter braucht der Rasen eine Extraportion Pflege: Altes Laub und Gehölz entfernen und das Gras auf drei Zentimeter kürzen. Mit einer Vertikutiermaschine wird die oberste Grasnarbe umgestochen, der Boden kann wieder atmen. Das macht den Rasen dichter und strapazierfähiger. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, einen Langzeitdünger zu verwenden. Wenn der Rasen wieder schön grün ist, sollte man darauf achten, lieber seltener und dafür mehrere Stunden lang zu bewässern. Nur so kann das Wasser bis in die Tiefe vordringen.

Schummeln erlaubt

Ein bisschen Schummeln ist allerdings erlaubt: Bei kahlen Stellen nach dem Unkraut jäten oder bei ungleichmäßigem Rasenwuchs helfen Rasen-Reparatur-Kits, die schnell für schönes, gleichmäßiges Grün sorgen. Wer es besonders eilig hat, kann auch an Fertigrasen denken: Hier wird der Rasen ausrollfertig in Ballen geliefert.

Auch kleine Helferlein können den Gärtneralltag erleichtern: Rasenmäher-Roboter mähen ganz alleine, während dem Gärtner mehr Zeit bleibt, die Früchte seiner Arbeit zu genießen. Für den pflegeleichten und vor allem unkrautfreien Garten bieten sich auch so genannte Bodendecker an. Sie schützen das Erdreich und verhindern Unkrautbildung – mit schönen Blättern bilden sie eine dichte Grünfläche.

Einige Bodendecker wie Efeu oder Haselwurz zählen zu den immergrünen Gewächsen und gedeihen auch im Schatten oder im Winter. Eine Mischung zwischen Naturbelassenheit und kunstvoller Gestaltung ist die Blumenwiese, die vor allem in Naturgärten derzeit im Trend liegt. Sie wird mit einem eigens gemischten Saatgut am besten an einem sonnigen Flecken angepflanzt, für Ungeduldige empfiehlt es sich, auch die eine oder andere Blumenzwiebel zu setzen. Gut geeignet sind etwa Krokusse, Narzissen oder Schneeglöckchen. So kann man schon im Frühling die bunte Blumenpracht genießen.

Über Stock und Stein

Egal ob Wege, Terrassen oder Sonnendecks, Holz ist besonders vielfältig und flexibel. Durch die unterschiedlichen Holzarten und Maserungen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Waren es früher oft Tropenhölzer wie Teak, die aufgrund ihrer Beständigkeit und Langlebigkeit im Garten eingesetzt wurden, geht der Trend jetzt wieder in Richtung heimische Arten. Fichte, Lärche oder Eiche werden mit neuester Technologie, wie etwa der Thermoholz-Technik, widerstandsfähiger gemacht.

Holz sieht aber nicht nur schön aus, ist lebendig und frostbeständig, sondern hat vor allem in den ersten Frühlingstagen und nach kalten Nächten einen ganz besonderen Vorteil: Es speichert die Sonnenenergie und wirkt so immer heimelig warm.

Noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, wenn die Wahl auf Naturstein fällt: Von weiß über rot und gelb bis hin zu schwarz – die Bandbreite an Farben und Formen ist beinahe grenzenlos. Sandstein eignet sich ebenso wie Granit. Auch künstliche Steine wie Beton oder Klinker haben ihre Vorteile – sie sind noch robuster. Auf jeden Fall sollte man jedoch auf die Frostfähigkeit der Steine achten. Auch hier ist regelmäßige Pflege Voraussetzung, sonst kann es – vor allem bei Natursteinen – zu Moosbildung kommen. Besonders schnell und gründlich geht das mit einem Hochdruckreiniger. Dann steht einem Sonnentag im Liegestuhl auf der Steinterrasse nichts mehr im Weg.