Kaum lacht die Frühlingssonne, herrscht in den Gärten emsiges Treiben – jetzt wird das verloren gegangene grüne Paradies wieder geschaffen. Dieses Gärtnern findet aber unter völlig neuen Voraussetzungen statt. Öko ist der Gartentrend schlechthin. Das Motto lautet daher nun: „Mit der Natur und nicht gegen die Natur“.

In großen Gärten findet man Blumenwiesen anstelle des kurzgeschorenen Rasens und die neuen Haustiere sind Marienkäfer, Florfliegen, Meisen und Weinbergschnecken. Nützlinge als Helfer im Garten dürfen nicht fehlen und daher sind die Insektenhotels mit Strohhalmen, angebohrten Holzstücken und Lehmziegeln die neuen Kunstobjekte im Garten oder auf der Terrassenwand.

Schwebfliegen und Solitärbienen finden dort ein Zuhause und sorgen dafür, dass viele Schädlinge wie Blattläuse gar nicht erst zum Problem werden.

Der Garten als bloße „Grünfläche“ rund ums Haus ist out, der Genussgarten ist gefragt. Verkaufszahlen bei Biogemüsepflanzen, Beerengehölzen und kleinen Obstbäumen überraschen Jahr für Jahr. Und so werden in Kübeln, Töpfen und Kisterln alte Erdäpfelsorten gezogen, Paradeiser in violett oder kurios gestreift und Gurken erklimmen die Spaliere an den Hauswänden.

Absolutes Nonplusultra sind die Kräuter. Rosmarin im Topf, Basilikum – in den unterschiedlichsten Aromavarianten im Kisterl – und der Salbei in der Trocksteinmauer im Garten. Damit kann gleich in der Gartenküche das Fleisch gewürzt werden. Genau das wollen die Gartenbesitzer von heute. Ernten und gleich verarbeiten.