„Uns geht es nicht um die Vollversorgung mit frischen Vitaminen, aber wir wollen unseren Kindern zeigen, wie Radieschen wachsen und warum gerade Himbeeren, die man selbst zieht, viel besser schmecken“, bringt es eine Jungfamilie auf den Punkt. Das Gärtnern in der Stadt ist zum Lifestyle geworden: Flächen, die in den Städten nicht genutzt werden, sind die Blumen- und Gemüsebeete der Zukunft.

Kaum eine Pflanze ist besser zu ziehen als die mediterranen Kräuter. Salbei, Thymian, Rosmarin und Oregano – diese robusten, hitzeverträglichen Pflanzen mit dem würzigen Aroma sind prädestiniert für die Kultur in luftiger Höhe. Da macht es auch nichts aus, wenn man einmal zwei, drei Tage nicht zum Gießen kommt.

Dass Tomaten im Topf hervorragend gedeihen, das hat man mittlerweile sogar in Studenten-WG’s entdeckt. Kaum jemand, der nicht diese köstlichen „Paradiesäpfel“ kultiviert. Volle Sonne, Schutz vor Regen und mit ausreichend Dünger (vor allem ab der Blütezeit) versorgt, garantieren eine tolle Ernte ab etwa Ende Juni. Ganz einfach zu ziehen sind auch Pflücksalate, ja selbst Kohlrabi lässt sich in einem ganz normalen Balkonkisterl anpflanzen. Und die Ernte kann schon nach kurzer Zeit beginnen.

Besonders im Kommen sind nun aber auch alle Beeren und Obstgehölze. Himbeeren, die schon im ersten Jahr im Topf eine Ernte bringen, sind genauso gefragt, wie Erdbeeren oder auch Säulenobstbäume. Äpfel, Birnen und sogar Wein lassen sich im Topf ziehen – ohne große Vorkenntnisse.