Sicher haben einige Ihrer Millionenshow-KandidatInnen den Gewinn in die Finanzierung eines Traumhauses gesteckt. Haben Sie Ihr Traumhaus schon gefunden?

Ich  habe schon vor 25 Jahren mein Haus gebaut und somit einen Traum verwirklicht, den wohl viele Menschen träumen – die eigenen vier Wände zu besitzen und sie so zu gestalten, wie es einem gefällt. Gewissermaßen: „My home is my castle“. Nachdem jeder Mensch in seinem Leben aber einer gewissen Entwicklung unterliegt, ist es nur logisch, dass sich auch die Ansprüche, die Geschmäcker und die Vorlieben das eigene Haus betreffend verändern.

Was ich mir vor Jahren eingebildet habe, ist jetzt vielleicht gar nicht mehr so wichtig. Vice versa gibt es heute Dinge, die mir damals nicht einmal in den Sinn gekommen sind, die ich aber jetzt ganz gern hätte. Ein Traumhaus gibt es daher meiner Meinung nach gar nicht, aber natürlich welche, die dem eigenen Wunschtraum schon sehr nahe kommen.

Für alle LeserInnen, die gerade vor dem großen Projekt Hausbau stehen: Welche persönlichen Erfahrungen können Sie rund um das Thema Eigenheim weitergeben?

Puh, das ist schwer! Ich will auf keinen Fall „obergscheit“ klingen, aber ich glaube, dass es wichtig ist, sich im Klaren zu sein, was ein zukünftiges Heim alles können muss. Und ich muss mir überlegen, wie es mir gelingen wird, es in Zukunft zu erhalten. Ein Haus verursacht immer Arbeit.

Ein wichtiger Faktor für eine möglichst sorgenfreie Zukunft ist unter anderem die Festlegung der Wohnfläche, denn die Tendenz, zu groß zu bauen, ist nicht wegzuleugnen – mich eingeschlossen. Wichtig ist auch die Auswahl des Grundrisses, denn viele Ecken, Vorsprünge, Balkone oder spitzwinkelig zulaufende Wände verursachen höhere Baukosten.

Zu bedenken sind außerdem die Heizungsart, die Ausrichtung des Hauses die Sonneneinstrahlung betreffend und auch die Form des Daches. Kurzum: Es gibt einen ganzen Haufen Dinge, die beachtet werden müssen!

Und nun kommen die Fachleute ins Spiel?

Genau, lieber ein bisschen mehr in einen Baumeister oder Architekten investieren, als dann böse zu erwachen. Allerdings ist dabei auch nicht immer alles Gold, was glänzt. Also auf alle Fälle Referenzen einholen, Häuser anschauen, Arbeitsweisen hinterfragen und Zuverlässigkeit prüfen.

Nicht jede und jeder baut ein neues Haus – viele renovieren auch. Welche Tipps haben Sie dafür?

Beim Renovieren gilt wohl noch viel mehr als sonst, sich mit Fachleuten zusammenzusetzen. Ich denke, dass hier die Kosten noch genauer im Auge behalten werden müssen, weil man ja gerade beim Renovieren nicht vor Überraschungen gefeit ist.

Bauen und Renovieren ist durchaus auch Nervensache. Welche Anekdoten können Sie mit uns teilen?

Nervensache ist der richtige Ausdruck! Wir hatten vor Jahren einmal 43 Leute zugleich auf der Baustelle. Ein Um- und Zubau war angesagt. Da wussten wir bald nicht mehr, wo oben und unten ist und die Nerven lagen blank. Als noch der Klassiker passierte – nach dem Flämmen des Daches brach in der Nacht darauf Feuer aus – waren meine Frau und ich komplett durcheinander.

Haarscharf an der Katastrophe vorbei! Unser sehr engagierter Bauleiter hat uns dann „auf Urlaub geschickt“, einmal einen Tag wegfahren, um wieder die Akkus aufzuladen, währenddessen er das Chaos wieder ordnete. Wer ein Haus baut, der kann Bücher schreiben!