Nachhaltigkeit ist heute fast ein Modewort, ein überstrapazierter Begriff. Dabei betrifft nachhaltiges Handeln so gut wie alle Lebensbereiche: Man kann Freundschaften nachhaltig pflegen, seinen Garten nachhaltig bepflanzen, nachhaltig einkaufen oder nachhaltigen bauen und wohnen.

Nachhaltigkeit bedeutet, die bestehenden Ressourcen schonend zu nutzen. Mit der Folge, dass die Stabilität und die natürliche Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems gewährleistet sind. Hans Carl von Carlowitz gilt als Begründer des Prinzips der Nachhaltigkeit. Er formulierte es bereits im Jahr 1713 erstmals schriftlich – damals ausgelegt auf die Forstwirtschaft.

Nachhaltigkeit ist eine Lebenseinstellung

Nachhaltigkeit beginnt im Kopf und mit kleinen Schritten. Sie lässt sich leicht üben und zur Lebenseinstellung perfektionieren, zum Beispiel bei einem wesentlichen Grundbedürfnis: Essen. Wer beim Einkaufen darauf achtet, woher die Lebensmittel kommen, macht bereits den ersten Schritt. Biologisch, regional, saisonal lautet die Devise.

Auch der Kauf von fair produzierten Produkten ist Teil des Nachhaltigkeitskreislaufs. Verpackungen einsparen, auf Plastiksackerln verzichten und eigene Tragetaschen mitbringen ist ein Leichtes und macht einen großen Unterschied. Und wenn es nicht ohne Verpackung geht, sollte sie zumindest recycelbar sein. Heute gibt es viele Alternativen zu Plastik wie Glasbehälter oder der Gang zum Wochenmarkt, wo es verpackungsfreie Produkte gibt.

Nachhaltig bauen und wohnen

Auch das Grundbedürfnis Wohnen lässt sich auf nachhaltige Art und Weise gestalten. Das beginnt beim Hausbau und endet beim Einrichten einer Mietwohnung. Einer nachhaltigen Bauweise sind heute nach oben hin fast keine Grenzen gesetzt. Ziel ist es, den Verbrauch von Energie und Ressourcen zu minimieren.

Dabei wird der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet. Zu einer nachhaltigen Bauweise zählen auch der Einsatz wiederverwertbarer Baustoffe, die Vermeidung von hohen Transportkosten, das Schonen von Naturräumen oder die gefahrlose Rückführung der Materialien in den natürlichen Stoffkreislauf.