Die Bauwirtschaft steht für einen Bruttoproduktionswert von 30 Milliarden Euro. Die Beschäftigtenzahl des Bausektors liegt bei 260.000 Arbeitnehmern im Jahresschnitt. Damit ist der Sektor Bauwirtschaft einer der größten privaten Arbeitgeber Österreichs.

Die Bundesinnung Bau vertritt rund 12.700 aktive Mitgliedsbetriebe aus dem Baugewerbe. Dazu gehören neben den ausführenden Baubetrieben auch rund 3.400 planende bzw. nicht ausführend tätige Baumeister sowie ca. 4.400 Erdbaubetriebe.

Leistbares Wohnen für die Bevölkerung zu ermöglichen, gehört zu den wichtigsten Aufgaben der österreichischen Bauwirtschaft. Das ist in den letzten Jahren immer schwieriger geworden. Während die Wohnbaufördermittel immer mehr ausgedünnt und teilweise völlig zweckentfremdet verwendet wurden, haben Auflagen und Bauvorschriften stetig zugenommen.

Manche Vorgaben sind maßlos überzogen und vor allem unnötig, wie z.B. verpflichtende PKW-Stellplätze oder Ausstattungsstandards, die nicht zu höherem Wohnkomfort beitragen, aber hohe Kosten verursachen. Das sind keine Rahmenbedingungen, um den Wohnbau anzukurbeln. Dabei ist der Bedarf an leistbaren Wohnungen riesig.

Lichtblick Wohnbauoffensive

Ein Lichtblick ist die im Oktober erst beschlossene Wohnbauoffensive der Bundesregierung: damit sollen in den nächsten fünf Jahren 30.000 zusätzliche Wohnungen entstehen. Über günstige Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) und eine Haftung des Staates soll ein Volumen von insgesamt 5,75 Milliarden Euro in Wohnraum und Wohninfrastruktur investiert werden.

Der Traum vom Eigenheim

Die Errichtung eines Eigenheims ist eines der wichtigsten Projekte im Leben. Wer wünscht sich nicht ein an die eigenen ganz individuellen Wünsche angepasstes Zuhause? Leider kann es dabei zu manch unschöner Situation kommen, welche dann groß in einschlägigen Medien transportiert werden und damit eine ganze Branche in Verruf bringen. Dabei sind meistens zwei Faktoren hauptverantwortlich, wenn der Hausbau schiefläuft: Pfusch und überambitionierte Eigenregie.

Die Schattenwirtschaft verursacht in Österreich einen großen volkswirtschaftlichen Schaden. Im Handwerksbereich liegt sie jährlich bei rund 7,5 Mrd. Euro. Auch in der Baubranche gibt es schwarze Schafe, die Lohn- und Sozialdumping betreiben und damit Arbeitsleistungen zu Preisen anbieten, die wirtschaftlich unmöglich einzuhalten sind.

Damit der Traum vom
Eigenheim Wirklichkeit
werden kann, braucht
es einen Profi.

Oft handelt es sich auch um Scheinfirmen, die gewerbsmäßigen Betrug betreiben und welche wir als Bundesinnung Bau bekämpfen. Natürlich ist es für einen Hausbauer verlockend, wenn ein Anbieter um 20 Prozent günstiger ist als alle Anderen. Aber Vorsicht! Wer billig baut, baut meist zweimal. Oft kennen diese Firmen das Wort Gewährleistung nur vom Hörensagen.

Die Bundesinnung Bau – die Interessenvertretung des Baugewerbes – hat eine Checkliste entworfen, mit welcher Baufirmen anhand einfacher Kriterien überprüft werden können.

Was die Nachbarschaftshilfe betrifft, wird diese oft sehr großzügig ausgelegt, wenn z.B. der Schwager aus Vorarlberg, der zufällig Zimmermeister ist, ins Burgenland fährt und „aushilft“.

Mein Rat: Nehmen Sie sich einen Profi! Am Ende des Tages – wenn das Bauprojekt vollendet ist – hat sich der Baumeister angesichts der vielen Behördenwege, zahlreichen Gewerke auf der Baustelle und unzähligen Bauvorschriften mehr als gerechnet.